Episode 15

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28th Nov 2024

Die Herausforderung der Vereinbarkeit für Working Moms

In diesem Podcast diskutieren Dan Bauer und Katrin Stigge mit Inga Berrenrath die Herausforderungen und Strategien von Working Moms, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Inga teilt ihre Erfahrungen als Mutter von zwei kleinen Mädchen und ihre Rolle als berufstätige Frau, die sich aktiv in verschiedenen Ehrenämtern engagiert. Sie spricht über das 'Macher-Gen', die Bedeutung von MeTime für Mütter und wie sie ihre Identität unabhängig von ihrer Rolle als Mutter oder Berufstätige definiert. Die Diskussion beleuchtet auch die Kunst der Organisation im Alltag, die Prioritätensetzung in Bezug auf Lebenszeit und die Suche nach Erfüllung im Leben.

takeaways

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine große Herausforderung.
  • Das 'Macher-Gen' ist entscheidend für die Umsetzung von Plänen.
  • MeTime ist wichtig, aber kann auch im Job gefunden werden.
  • Selbstdefinition sollte unabhängig von beruflichen Rollen sein.
  • Organisation ist der Schlüssel zur Bewältigung des Alltags.
  • Lebenszeit ist begrenzt, daher sollten Prioritäten gesetzt werden.
  • Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist essenziell.
  • Erfüllung im Leben kann durch aktive Gestaltung erreicht werden.
  • Die Einstellung zur Arbeit beeinflusst das Wohlbefinden.
  • Es ist wichtig, sich selbst treu zu bleiben.

Über uns:

  • Dan Bauer: Innovativer Stratege, Berater und Sparringspartner mit frischem Blick auf Geschäftsstrategien. Mehr erfahren
  • Katrin Stigge: Gründerin der Business Academy Animartes und Ausbilderin von Chiefs of Staff. Mehr erfahren

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Transcript
Katrin Stigge (:

Hallo zusammen, heute haben wir das Thema Working Mom. Vereinbarkeit von Mama sein, Familie haben, 100 Prozent arbeiten, auch noch bisschen was Privates, Ehrenamt, Ehrenämter, Weiterbildungen und was noch alles. Wir schauen mal, was Inga uns heute zu erzählen hat.

Inga Berrenrath (:

Grüßt euch!

Katrin Stigge (:

Hallo Inga, schön, dass du da bist. Du hast so richtig viel zu erzählen, oder?

Inga Berrenrath (:

Ach du, ich habe immer viel zu erzählen, aber tatsächlich liegt mir auch das Thema Vereinbarkeit sehr am Herzen, weil das wird gefühlt, wird das auf LinkedIn immer größer, aber wenn man es mal im Alltag und politisch betrachtet wird das immer kleiner und das geht einfach nicht.

Katrin Stigge (:

Erzähl mal, was hast du denn alles zu vereinen?

Inga Berrenrath (:

Ich bin Mama. Vorrangig bin ich Mama. Ich habe zwei kleine Mädels, sechs und drei. Das heißt, die eine gerade in die Schule und die andere gerade in die Kita. Und das alles war natürlich emotional recht wertvoll. Ich arbeite 100 Prozent. Ich habe gerade eine doch recht intensive Weiterbildung bei der Kathrin Stigge hinter mir. Ich bin zertifizierte Chief of Staff und das hat einiges ins Rollen gebracht, sowohl...

im Job als auch privat, als auch im Ehrenamt. Ich bin stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Business Professionals seit anderthalb Jahren. Ich bin auch, was meine Kinder angeht, sehr engagiert in den einzelnen Schulen. Dankeschön. In der Schule, in der Kita, bin ich jeweils im Elternrat und im Förderverein.

Katrin Stigge (:

Schulen und Kitas.

Inga Berrenrath (:

werde ich jetzt Geschäftsführerin irgendwann, wenn diejenige abgelöst ist sozusagen, wenn da die Eintragung erfolgt. Wir reden über einen kleinen, vielstelligen Betrag, den wir dazu verwalten, aber trotzdem ist es trotzdem ein Geschäftsführeramt, was man halt auch würdevoll und verantwortungsbewusst irgendwo erfüllen muss. Genau, ja, im Grunde im Moment im Rheinland ist Sankt Martin angesagt. Gestern war da eine Zug mit über 1000 Leuten.

Und heute ist der andere Zucht, der zwar ein bisschen kleiner ist, aber trotzdem. Das will alles miteinander vereint werden und alles miteinander irgendwie verheiratet werden. Ich bin verheiratet, ich bin Mama. Einen Ehemann habe ich auch noch, ein Privatleben habe ich irgendwie auch noch. Und genau, und es startet bald die nächste Weiterbildung.

Katrin Stigge (:

Wie machst du das? Gottes Willen! Hast du ein Geheimnis?

Inga Berrenrath (:

Ja doch, ich hab ein Geheimnis. Das ist das Machergehen. Das ist das Machergehen, definitiv. Aber ohne Machergehen geht's nicht. Also ich bin auch niemand, ich kann... Ich kann auch nicht mich einfach hinsetzen und mich zurücklehnen und sagen, die anderen machen das schon. Wenn ich das Gefühl habe, wir haben keinen Plan, dann mach ich den Plan. Ich kann...

kann nicht einfach da sitzen und mir denken, irgendeiner macht das, Team, toll, ein anderer macht es, nee. Dann macht es nämlich meistens Inga. Weil ich das einfach nicht kann. mich einfach darauf verlassen, dass irgendjemand diese Arbeit erledigt, ohne dass man ihn schubsen muss. Das funktioniert nicht.

Dan Bauer (:

Inge, erlaube mir zu sagen, ist aber auch schon sehr bequem, wenn ich dich an der Seite habe, oder? Ich muss ja eigentlich nix tun.

Inga Berrenrath (:

Das ist mir bewusst. Das ist mir bewusst und das ist eines der, wie soll ich sagen, der absoluten Nachteile für einen persönlich, für einen selbst. Es ist sehr bequem an meiner Seite. Ich habe immer einen Plan.

Dan Bauer (:

Kein Scheiß, weil wenn man Bock hat, ... genau, wenn du Bock hast, dann performst du halt und das kann natürlich auch sehr schnell ausgenutzt werden.

Inga Berrenrath (:

Das sehe ich ganz genau so. Also das beste Beispiel hatte ich gestern tatsächlich im Job, wo ich, und das will schon was heißen, das muss man erst mal schaffen, wo ich am liebsten gesagt hätte, ich habe meinen Chef angerufen und gesagt, weißt du was, ich nehme den Tag frei. Macht euren Mist alleine.

Katrin Stigge (:

Mhm, ja.

Dan Bauer (:

Safe? Lass mich kurz mal verstehen, wie ist das? Also wir haben jetzt so ein paar Leute, sind, sagen wir mal, Dienstagmittag sind die durch. Und dann haben sie die ganze restliche Woche noch vor sich und quälen sich und fallen in Ohnmacht und wie schlimm doch diese Arbeitswelt ist und wir werden alle sterben. es gibt alle Formen der sterbenden Schwäne. Jetzt haben wir jemand wie du.

die jetzt einen Job hat und noch so Kleinigkeiten nebenbei. ne? So, ganz, gell? Mach ich, du. Da denk ich nicht drüber nach, du. Das ist einfach von der Hand. So, jetzt erklär mal aus deiner Sicht, weil so was wie Mindset oder hab ich Bock oder Machergehen, ist alles, unterstütze ich zu 100%. Aber lass mal versuchen, das zu verstehen. Was ist der Unterschied, warum du Dienstagmorgen nicht zusammenbrichst und so viele Leute heute schon?

Inga Berrenrath (:

Du kannst auch noch filmen.

Inga Berrenrath (:

ist eine verdammt gute Frage, lieber Dan. Ich hab keine Ahnung. Aber ich hab dafür auch keine Zeit. Ich hab keine Zeit für Burnout. Aber ganz ehrlich, das ist auch eine Einstellung. Selbstverständlich. Und davon hab ich mehr, wirklich davon hab ich mehr als genug. Jeden Morgen sagen die, boah, ich hab keinen Bock. Ganz ehrlich, allein schon von dieser Aussage, da könnt ich mir denken, boah.

Dan Bauer (:

Ja, danke. ich die. Danke, deswegen stelle ich sie.

Ist auch schön.

Katrin Stigge (:

Du, das habe ich

Dan Bauer (:

Aber du weißt, was ich meine, gell?

Inga Berrenrath (:

Okay, dann tu doch bitte was anderes. Hör auf dich zu beschweren und komm ins Tun. Dann mach was anderes. Mach etwas, was dich glücklich macht. Dann tust du das doch viel, lieber, als sich da hinzusetzen und jeden Morgen... Boah, ich hab keinen Bock. Das wär mir schon viel zu anstrengend.

Katrin Stigge (:

Ich hab das neulich gehört, der beste Weg gegen Depressionen, work your ass off. Excuse my French, aber nicht, der hat genau das gleiche in grün gesagt. Ja, einfach arbeiten, weil es Spaß macht.

Inga Berrenrath (:

Ja, aber genau das ist der Punkt. Finde etwas, was dich einfach glücklich macht, was dich nicht nach Arbeit anfühlt. Also ganz ehrlich, unter allen Aspekten, die ich so mit mir rumschleppe, es wird super viel. Bei Müttern wird ja immer gesagt, du brauchst MeTime, du brauchst MeTime, du brauchst MeTime. Mein Job ist meine MeTime.

Ja, aber ganz ehrlich, habe zwei Kinder und bei beiden ist das ja so, du hast 14 Wochen Mutterschutz jeweils vor und nach Geburt und ich bin danach direkt wieder arbeiten gegangen. Nicht in Vollzeit, nicht in Präsenz. Aber ich habe mich mit Erwachsenen Dingen beschäftigt, abseits von allem, was Kinder und Säuglinge drum herum passiert. Und das hat mir meine...

mein Gehirn gerettet, ganz ehrlich. Wie viele Mütter verschwinden im Muttersein, wie viele Mütter verschwinden in ihrem Schwangerschaft, streg, streg, streg, streg, was auch immer Hirn, was sich so hormonell einfach verändert. Das hat mir so geholfen. Wirklich, also ich bin... Ja, bitte.

Dan Bauer (:

Na!

Dan Bauer (:

Da hab ich... Da hab ich ne Frage an dich, Inga. Pass auf, wir werden heute mal ein bisschen... Du kannst sowas, wir werden mal philosophisch.

Inga Berrenrath (:

Na klar.

Dan Bauer (:

Wenn du auf so einer Party bist, so geht es mir zumindest, ich mag ganz oft so Netzwerk treffen, weil so Netzwerk treffen oder Veranstaltungen oft so diesen Duktus haben. Hi, bin der, wer bist du denn? Und ich mag mich immer nicht vorstellen, weil ich bin so komplex und so vielseitig, wenn ich dann eine Minute habe zum erklären, wer ich bin, habe ich nicht mal fünf Prozent erzählt.

Du kannst sowas einschätzen. Jetzt ist meine Frage, wer bist du, wie definierst du dich und womit definierst du dich?

Inga Berrenrath (:

Ich definiere mich mit mir selber. Ganz ehrlich, definiere mich mit mir selber. bin Mensch genug, mich zu definieren. das genau einschätzen zu können, was ich bin und wer ich bin. Ich bin schon ein eigenständiger Mensch.

Inga Berrenrath (:

Da kommt Sankt Martin von gestern durch, Entschuldigung. hab' schlechte Stimme. Insofern, ja, bin für mich Mensch genug, zu sagen, Hi, ich bin Inga und wer bist du?

Kein Problem. Also ja, ich werde... Nein. Nein. Nein.

Dan Bauer (:

Das heißt, du nimmst dir auch nicht ein Thema von Arbeit oder dem und dem und sagst, ich definiere mich durch die Arbeit.

Inga Berrenrath (:

Nein, Gottes Willen. Ganz ehrlich. Egal welches Thema. Das stimmt. Aber auch wenn ich hier gerade mit einem Arbeitsshirt sitze, das definiert mich nicht. Das definiert mich nicht, dass ich bei Sprint arbeite. Das definiert mich nicht, dass ich Mama bin. Das definiert mich nicht, dass ich Vorstandsvorsitzende bin. Das definiert mich nicht, dass ich Geschäftsführerin bin. Das definiert mich nicht, sondern das ist ein Teil von dem,

Dan Bauer (:

Na, ich mache das. Ich finde das gar nicht so schlecht.

Inga Berrenrath (:

was ich bin, selbstverständlich, weder meine Ausbildung noch meine Position noch mein, wie soll ich sagen, mein finanzieller oder mein beruflicher Status definieren, das was ich bin.

Auf jeden Fall nicht.

Katrin Stigge (:

Spannende Antwort, oder? Wenn ich mir das so anhöre. Sondern?

Inga Berrenrath (:

Ich bin 100 % Inga, so wie ich da stehe und die Erlebnisse und Erkenntnisse meiner fast 38 Jahre fließen in das ein, was ich bin. Aber natürlich müsste man irgendwie über ein Thema sprechen, dass man dann eben diese Erkenntnisse und Erlebnisse einbringen kann, die Erfahrung. Aber das ist nichts, was mich definiert, wo ich mich hinstellen würde und sagen würde, hey.

Sprint ist zu 100 % ich.

Katrin Stigge (:

Also dann ist es tatsächlich dieses, was du gerade am Anfang auch gesagt hast, hast das Macher-Gen. Da ist einfach Action. Es geht immer was. da ist, weißt du, du sagst Vereinbarkeit und ich hab mir irgendwie jetzt gerade so im Kopf notiert, ist auch Verlässlichkeit. Denn Inga ist ja bei mir auch in der, oder wir sind in unserer Community und wenn ich da irgendwie was rufe, hey wer hat Zeit?

Inga Berrenrath (:

Das könnte mich definieren,

Katrin Stigge (:

Also der Finger von Inga ist so oft in der Höhe und das ist einfach schön zu merken. Die macht einfach. Da ist nicht großartig Parlava in Anführungsstrichen, sondern da wird gemacht. Da ist sie da. Ich bin da. Ja, ja, umsetzungskompetent. Aber wie vereinbarst du das jetzt alles? Ich meine, dein Tag hat 24 Stunden. Er ist genauso lang wie meiner, aber breiter.

Inga Berrenrath (:

Umsetzungskompetenz hast du irgendwann mal gesagt.

Inga Berrenrath (:

Ja, indem man halt im Zweifel Dinge gleichzeitig macht, wie halt. Im Grunde kennen mich meine Kinder. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt am Tag nur telefonierend in irgendeiner Art und Weise. Klar nehme ich mir auch mal Zeit one on one oder halt komplett abseits. Das passiert aber meistens am Wochenende, dass man sich wirklich mal zurückzieht und nur Familie macht.

Katrin Stigge (:

Oder?

Inga Berrenrath (:

Aber unter der Woche bis ungefähr 16.30 Uhr ist das in unterschiedlichen Rollen Mama.

Katrin Stigge (:

immer alles irgendwie. Bei Dan geht irgendwas ab, das kann man nicht hören im Podcast. Der Gesichtsausdruck zeigt, es rattert.

Inga Berrenrath (:

Aber das sieht man.

Dan Bauer (:

Ja, ich lausche aufmerksam, es ist nicht so, dass ich da nicht Parallelen feststellen kann. ich frage mich gerade, wie ist der Kontrast zu Leuten, nicht die Dienstagmorgen zusammenbrechen, sondern Leute, die das einfach komplett anders sehen, die Arbeit als Last empfinden oder als keine Priorität einräumen können oder ich weiß gar nicht, wie ich

Ich überlege gerade, ich das formulieren könnte. Ihr wisst, was ich meine. Und ich frage mich gerade, was ist der echte Unterschied zwischen denen und das wertfrei. Was ist der wertfreie, echte Unterschied? Weil beide Welten, wenn man feststellt, sind in Ordnung. Aber für einen selbst eben nicht. Und genau an den Punkt würde ich gerne im Kopf ran und komme da noch nicht ganz ran.

Inga Berrenrath (:

Ja, kann ich dich aber vielleicht so abholen? Ich kann dir meine Sicht der Dinge schildern. Das ist extrem frustrierend. Für mich. Für mich ist das extrem frustrierend. Ich habe das auf recht enger Kolegendebene. Genau diese Einstellung. Ich mache die Türe zu, wenn ich Feierabend habe und dann ist auch Feierabend. Und das ist extrem frustrierend, weil du nämlich auch diese Grenze, natürlich musst du sie respektieren.

Du musst sie akzeptieren. Aber dann ist halt auch Schluss. Du kommst da keinen Schritt weiter, wenn du denjenigen zum Weiterkommen brauchst. Das muss dann eben warten bis nächsten Morgen 9 Uhr.

Dan Bauer (:

Das stellt so eine gewisse Unmacht in dir dann ein, weil du ja nicht handlungsfähig bist, obwohl dein Motor voll läuft. Also Gang raus.

Inga Berrenrath (:

Ja, ja. Oder halt, ne, nächstes Thema, nächstes Thema. Und auch das, ne, also mein Mann sagt ab und zu mal, boah, in deinem Kopf möchte ich echt nicht wohnen, ne? Weil einfach...

Katrin Stigge (:

Mhm.

Dan Bauer (:

Doch, doch, ich glaube, da ist total spannend. Ich glaube, da ist richtig spannend. Pass auf, Inga. Ja, logisch, ist ja, das versteht man oder man versteht das nicht und das ist eine andere Welt, gar nicht safe. Pass auf, Inga, ich habe eine These. Ist das vielleicht so, dass du so viele Dinge parallel machen kannst, weil du immer von Leuten umgeben bist, die 17 Uhr einen Stift hinlegen und dann einfach Kapazität hast?

Katrin Stigge (:

Das Action.

Inga Berrenrath (:

Das bringt ihm aber zu viel!

Inga Berrenrath (:

Also tatsächlich, das ist sehr zwiegespalten. Ich habe ebenfalls Kollegen, die genauso und mein Chef genauso. Wirklich, den sprichst du drei Uhr morgens an zu einem Thema. Der ist nicht begeistert, aber der kriegt das genauso auf die Kette. Aber da denken wir auch sehr, sehr ähnlich.

Dan Bauer (:

Hahaha.

Dan Bauer (:

die schon auch Gas geben, ne? Ja.

Dan Bauer (:

Hahaha.

Inga Berrenrath (:

Und ich habe halt im Ehrenamt genau solche, wo du sagst, drei Uhr morgens, alles klar, wir regeln das. Und auf der anderen Seite hast du halt eben diejenigen, 17 Uhr sagen, alles klar, ciao. Was dann aber wiederum Möglichkeiten halt eben für andere Dinge und Prozesse eröffnet. Das muss man nutzen. Das muss man nutzen.

Dan Bauer (:

Ja.

Katrin Stigge (:

Und das ist ja schon auch eine Freude, wie ich finde, diese Bewegung. Ich bin auch ein Bewegungsmensch. Ich liebe es zu machen. Ich muss auch sagen, Katrin, du bist zu viel, du bist zu schnell. Ich habe irgendwann mal einer Freundin vor vielen Jahren gesagt, du, ich glaube, ich bin langweilig. Und die lag spontan in der nächsten Sekunde auf dem Rücken vor Lachen und sagte, du?

Inga Berrenrath (:

Hahaha.

Katrin Stigge (:

nicht aber für mein empfinden es muss einfach eine gewisse menge auch da sein und das ist ja ein mal ein bisschen in der philosophie auch zu bleiben das ist ja für dich und mich und denn denke ich auch das ist ein lebenswertes leben wo was geht wo was sich weiter entwickelt aber noch mal diese vereinbarkeit du hast also wenn ich das so richtig interpretiere auch so eine mehrdimensionalität du kannst

Inga Berrenrath (:

Auf jeden Fall.

Dan Bauer (:

Unbedingt!

Katrin Stigge (:

Ambidextrie ist ja auch so ein schönes Wort, heißt beidhändig. Ich bin ein Mensch und das musste ich auch erstmal checken. Meine Mama hat immer gesagt, Kathrin du räumst die Sachen falsch rum ein und ich denke, wieso falsch rum? Nicht du anders als ich, aber bitte sag, warum ist das falsch? Ich musste erstmal verstehen, aha ich mache einige Dinge mit links und andere Dinge mit rechts. Ich schreibe mit rechts, bin da total fit.

Inga Berrenrath (:

Mhm.

Inga Berrenrath (:

Mhm. Mhm. Mhm.

Katrin Stigge (:

Ich das sehr faszinierend, als ich beim Badminton festgestellt habe, ich kann sowohl mit rechts schlagen als auch für den Gegner irritierend überraschend auch mal schnell den Schläger rüber schmeißen und links. Also bist du auch beidhändig unterwegs. Ist das richtig?

Inga Berrenrath (:

Unerwarnt, ja.

Inga Berrenrath (:

War ich tatsächlich mal, bis ich mir den linken Arm gebrochen habe?

Katrin Stigge (:

Okay, aber im übertragenen Sinne, in deinem Leben.

Inga Berrenrath (:

Ja, das war ganz genau so. Also ich wäre wahrscheinlich Linkshänderin geworden. Ich stamme aber aus dem Ostblock und das hat man zu meiner Zeit halt nicht gut, nicht gern gesehen. Ich bin umgelernt worden. Das ist aber geblieben. Also links ist immer noch, es ist nicht mehr meine starke Hand, aber es war eine Zeit lang meine starke Hand tatsächlich. ja, ja, jetzt habe ich zwei. Ja, ja, ja.

Katrin Stigge (:

Mhm.

Katrin Stigge (:

Mhm. Mhm. Mhm.

Katrin Stigge (:

Und jetzt hast du zwei starke Hände. Und das hilft natürlich auch. Wie bist du organisiert, wenn du das... Also du hast ja dann... Das muss ja klappen, oder? Da ist ja...

Inga Berrenrath (:

Ganz ehrlich, darüber habe ich gestern noch nachgedacht. Ich bin minütlich getaktet, wirklich. dadurch zwei Kinder in zwei verschiedenen Einrichtungen, ich habe insgesamt morgens eine Dreiviertelstunde Zeit, die Kinder dahin zu bringen, wo sie hingehören und dann zu meinem ersten Termin zu kommen.

Katrin Stigge (:

Mhm.

Inga Berrenrath (:

Und mein Chef sagt das so häufig. Man kann sich auf die Minute bei dir verlassen und zwar wirklich auf die Minute. Aber bei mir zu Hause funktioniert es dann halt auch wirklich nicht anders. Ich muss zu einer gewissen Zeit aufgestanden sein und meine Kinder auch. Und wenn sich das nur ein paar Minuten verschiebt, kommen wir in Stress.

Katrin Stigge (:

wackelt alles. Also das ist richtig.

Inga Berrenrath (:

komplett durchgedaktet, wirklich. Und ich muss auch in einer gewissen Zeit das Büro verlassen haben, halt eben den Tag am Laufen zu halten. Es ist minütlich organisiert.

Katrin Stigge (:

Also das ist die ... Ja, sorry, mach du.

Dan Bauer (:

Lass uns nochmal über Anspruch nachdenken, aber nicht Anspruch im Sinne von Leistungserfüllung, sondern im Sinne von irgendwie einen Anspruch oder ein Gefühl an sich selbst und seiner Lebenszeit. Ich habe irgendwann mal verstanden, und das völlig wertfrei, ich habe irgendwann verstanden, meine Lebenszeit ist begrenzt. Aber dann habe ich verstanden, dass so etwas wie Dungelcamp nicht in meinem Leben stattfinden wird.

Inga Berrenrath (:

Mhm.

Inga Berrenrath (:

Boah, da bin ich sowas von bei dir.

Dan Bauer (:

Aber es gibt Leute, die sagen, ne lass mir meine Scheißruhe, ich liebe das, ich will das haben. Und ich kriege das, ich würde das so gerne in meinem Kopf auch wertfrei belassen, ich krieg's aber nicht hin. Wenn ich authentisch und ehrlich zu mir bin, ich kriege es nicht hin. Weil ich mir denke, ist dir denn nicht bewusst, dass deine Lebenszeit begrenzt ist? Und denk mir dann, du kannst so viele geile, erfüllende Sachen tun, als Leuten zuzugucken, wie sie ihren Scheiß fressen.

Inga Berrenrath (:

Weißt du was denn?

Dan Bauer (:

Sei mir nicht böse, aber es gibt so sinnvolle Dinge auf dieser Welt. Warum denn nicht?

Inga Berrenrath (:

Nee, da...

Da bin ich so was von bei dir, so was von bei dir wirklich, weil und auch da, Kathrin, wir hatten das Gespräch, was passiert eigentlich nach Kathrin Stigge, was passiert nach Cheap of Stuff? Also das Ding ist ja, sobald du den guten Stoff gekostet hast, kommst du ja nicht mehr von weg. So, das heißt, richtig guter Grad an Weiterbildung.

Dan Bauer (:

Gibt's nicht.

Katrin Stigge (:

Neverending.

Dan Bauer (:

Never Endings.

Dan Bauer (:

Ja eben.

Inga Berrenrath (:

Startet den Motor noch mal. Also das ist wie wie keine Ahnung wie Zucker ins Pferd. Also wirklich auf den Punkt genau richtig guter Stoff und zack läuft das Gehirn. So das heißt also für mich war dann ok irgendwann im ich weiß nicht im Sommer. Ich hatte Urlaub ganz furchtbar, aber Sommerferien etc. So das heißt ich sitze dann da und denke mir ok du musst jetzt deine Projektarbeit fertig schreiben wenn du das abgegeben hast.

Dan Bauer (:

Inga, ist schön. Weißt du, woran mich das gerade erinnert? Ich glaube, das fühlst du. Pass auf. Wenn meine wundervolle Frau und ich im Wellness Center sind, dann beginnt der Tag mit einem leckeren Frühstück. Danach gehen wir spazieren. Und was dann passiert, ist garantiert, dass wir mit unseren Notebooks im Café sitzen und arbeiten, danach in den Pool zu gehen. Das ist unser... Wir haben da Spaß dabei. Wir haben auch wirklich Spaß jedes Jahr. Das ist Tradition bei uns seit vielen Jahren.

Jedes Jahr, am 1.1. gehen wir früh morgens in irgendein Hotel, setzen uns da ins Café oder in die Lobby und arbeiten dort und werden regelmäßig von den Leuten, die uns bedienen, bemitleidet im Sinne von, ihr müsst ja heute auch arbeiten. Nein, nein, wir wollen das, wir haben uns das gerade rausgesucht, wir finden das hier gerade geil. Kannste fühlen, ne?

Inga Berrenrath (:

Ihr Armen!

Inga Berrenrath (:

Voll.

Katrin Stigge (:

Siehste? Und es gibt Menschen, haben eine Löffelliste, die sie abhaken. Ich habe gerade beschlossen, ich habe einen Besteckkasten. Also ich brauche ein bisschen mehr. Das reicht mir alles gar nicht. Und so ähnlich tickt ihr auch, glaube ich, oder?

Dan Bauer (:

Hahaha!

Inga Berrenrath (:

Khm, khm, khm.

Dan Bauer (:

Ja, fühle ich, ja.

Inga Berrenrath (:

Ja, das ist halt das. Ich bin da voll bei dir. Die Lebenszeit ist einfach begrenzt und natürlich machst du dir dann halt ab irgendeinem Zeitpunkt im Leben darüber Gedanken. Oder halt nicht. Ja, andererseits denke ich mir ganz ehrlich, so habe ich früher auch gedacht. Also es ist jetzt nicht so, ob ich jetzt seit 38 Jahren so wäre, wie ich bin. So ist es nicht. Ich hatte auch eine ganz lange Zeit.

Dan Bauer (:

Oder nicht.

Inga Berrenrath (:

Wo mir das halt auch gereicht hat. Wo mir gereicht hat irgendwie meine Stunden zu arbeiten und mich dann auf die faule Haut zu setzen. Stelle jetzt aber im Nachhinein fest, dann ist man ja immer schlauer. Du warst unterfordert, Fräulein. Und deswegen war das der Punkt.

Ich habe auch keinen Stress damit, mich ein paar Stunden mit einem guten Buch hinzusetzen, solange das Gehirn bedient wird. Am besten halt auch irgendwas mit Thriller oder so richtig.

Dan Bauer (:

Aber das ist doch ja genau der Punkt. Da wird ja dein Gehirn trainiert. Man hat gemessen, dass wenn du Fernseh schaust, dass dein Gehirn weniger arbeitet als wenn du schläfst. So bei einem Buch ist ja deine Fantasie angeregt. Dafür dient es ja.

Inga Berrenrath (:

Genau, wo Äxten drauf ist.

Inga Berrenrath (:

Absolut, ja klar, natürlich. Absolut, ja. Ja, genau. das ist halt, das ist dann die Sache, ne? So und das heißt, du, noch mal, je besser der Stoff, mit dem das Gehirn betankt wird, desto geiler die Ergebnisse. Und ich sag immer, mein Mann sagt so oft,

Nee, kann ich nicht. Du brauchst auch mal Ruhepausen. musst deinem Gehirn auch mal Ruhepausen gönnen. Ja, tue ich doch, wenn ich schlafe. Das reicht doch als Pause.

Dan Bauer (:

Genau, ja es reicht doch. Ja, wenn dir das reilt. Ja, ist so wunderbar. Fühle ich.

Katrin Stigge (:

Ja, sehr cool.

Inga Berrenrath (:

Also bei mir bei mir auch zum Beispiel. Wobei nein, das stimmt nicht. Ich habe irgendwann für mich rausgefunden, zum Beispiel bei Autofahrten, wenn ich nicht gerade irgendwelche Telefonate führe oder so was, weil man das halt irgendwie mit reinbauen muss in seinen Alltag mit mehreren Posten. Dann fahre ich aber tatsächlich in Stille. Ich kann mir dann heißen. Echt?

Dan Bauer (:

echt? geil, dann schlafe ich ein. Das finde richtig spannend, weil mein Kopf muss ununterbrochen ballern, damit ich nicht einschlafe. Das finde ich total spannend. Und beim Autofahren, wenn ich nicht was lernen würde oder nicht telefonieren würde, ich würde einfach einschlafen. Das langweilt mich so sehr.

Inga Berrenrath (:

Ja. Okay.

Inga Berrenrath (:

Ja, okay. Kopf rattert dann ja trotzdem weiter an verschiedenen Gedankengängen. Aber wenn ich dann zum Beispiel Radio hören würde oder Musik oder so, dann funktioniert das nicht reibungslos.

Dan Bauer (:

Achso, da bin ich dabei. Was ich mache, ist, ich hab immer irgendwelche Fachbücher als Hörbücher, die ich dann konsumiere und da rattert der Kopf dann auch, da muss ich wieder Pause machen, da muss ich wieder zurückspulen und das ist irgendwie die ganze Fahrt über. Da ist zu tun.

Inga Berrenrath (:

Genau.

Katrin Stigge (:

Wahnsinn. Also das ist ja mal eine Folge. glaube, die, heute zugehört haben, die haben eine To-do-Liste ohne Ende. Probiert das einfach mal aus, so eine Woche aus dem Leben einer Inga zu leben und schaut mal, wo dann Muskelkater ist. Inga, vielen, vielen Dank für diesen lebendigen, die Synapsen zum Glühen bringenden Podcast mit dir. Hat total Spaß gemacht. Ganz, ganz lieben Dank.

Inga Berrenrath (:

Sehr gerne.

Dan Bauer (:

Vielen Dank.

Inga Berrenrath (:

Das freut mich sehr gerne. Vielen Dank euch. Bis dann, ciao.

Katrin Stigge (:

Ciao!

Dan Bauer (:

bald,

Inga Berrenrath (:

Ja?

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About the Podcast

Magisch unkonventionell
Unternehmer Podcast
Entdecken Sie die Magie des Unkonventionellen mit Dan Bauer und Katrin Stigge! In ihrem Podcast "Magisch unkonventionell" tauchen sie tief in innovative Ideen und einzigartige Ansätze ein, um Herausforderungen in Unternehmen auf ganz neue Weise zu lösen. Katrin bringt als Gründerin einer Business Academy, in der sie Chiefs of Staff ausbildet, wertvolle Einblicke in das Wesen von Unternehmen mit. Dan ergänzt dies als TOP-Stratege und Multiunternehmer mit seinem innovativen und unternehmerischen Blick auf die Dinge. Gemeinsam entwickeln sie nicht nur unkonventionelle Lösungen, sondern reflektieren diese auch kritisch. Freuen Sie sich auf inspirierende Gespräche, spannende Gäste und philosophische Diskussionen, die zum Umdenken anregen. Hören Sie rein und lassen Sie sich von kreativen Impulsen begeistern, die Ihr Unternehmen voranbringen können!

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Dan Bauer

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Dan Bauer ist ein hoch geschätzter Multi-Unternehmer und Impact-Entrepreneur, bekannt für seine vielseitigen Beiträge zur nachhaltigen Wirtschaft und gesellschaftspolitischen Belangen. Neben seiner Rolle als Senator im Senat der Wirtschaft und als Vorsitzender der Kommission für die Digitale Zukunft ist Bauer auch der Initiator des IPDR Forums, dessen Schirmherrschaft das renommierte Max-Planck-Institut für Innovation innehat. Das Forum hat FRAND Guidelines entwickelt, die den Umgang mit standardessentiellen Patenten vereinfachen und die Wirtschaft nachhaltig fördern. Zudem hat er bahnbrechende Projekte wie die Mission TOP 5 und die bootstrap academy ins Leben gerufen, die speziell auf die Digitalisierung Deutschlands und den Mangel an IT-Fachkräften ausgerichtet sind.

Er ist ebenfalls der Gründer des Fortschritt Center Mittelstand, einer Plattform, die Führungskräften im Mittelstand durch Wissensaustausch und Mentoring Unterstützung bietet. In diesem Rahmen fungieren aktive Geschäftsführer und Vorstände als Mentoren, die ihre Expertise und ihr Wissen teilen. Sein zusätzliches Projekt WINGO bietet Führungskräften Sparring auf Augenhöhe, um sie bei ihren täglichen Herausforderungen zu unterstützen. Durch all diese Initiativen zielt Bauer darauf ab, einen nachhaltigen und erfolgreichen Wandel in der deutschen Wirtschaft voranzutreiben und eine solide, ausgewogene Zukunft für die Gesellschaft zu schaffen.

Katrin Stigge

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Katrin Stigge kombiniert mit der Gründung ihres Unternehmens ANIMARTES Business School & Community ihr Expertenwissen und ihre Erfahrungen auf den Gebieten Führungskräfteentfaltung, Job Design, Personal branding und Community Management.

Sie begleitet als Business-Mentorin und Sparrings-Partnerin Assistenzen und Führungskräfte dabei, sich in ihrem beruflichen Alltag im Unternehmen als zielgerichtete Zukunftsgestalter, Vorwärtsmacher und Wertschätzer zu zeigen und klar zu positionieren.

Die Business-Expertin unterstützt sie dabei, ihrer Einzigartigkeit und Vielseitigkeit zu vertrauen und damit ihren persönlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und zur Unternehmenskultur zu leisten.

Katrin Stigge bietet als Erste die deutschsprachige vom Bundesverband Business Professionals zertifizierte Weiterbildung zur Chief of Staff aus der Rolle der Assistenz in ihrer eigenen Business School in der Schweiz an.

Die erfahrene Beraterin ist Beirätin des Bundesverbandes Business Professionals, Mitglied in verschiedenen Berufsverbänden und Netzwerken, des Chief of Staff Networks und des Netzwerkes Women for the Board.