Shiny Objects: Ablenkungen oder Chancen?
In dieser Episode widmen wir uns dem Thema des Tacheles Redens, insbesondere im Kontext von sogenannten "Shiny Objects" im Unternehmerleben. Diese glänzenden Ablenkungen können Unternehmer oft von ihren eigentlichen Zielen abbringen, stellen jedoch auch eine potenzielle Quelle für wertvolle Projekte dar. Ich frage Dan, ob er in seiner unternehmerischen Laufbahn mit solchen Ablenkungen konfrontiert war und wie er diese in produktive Projekte umgewandelt hat. Unsere Diskussion beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die mit der Identifizierung und dem Umgang mit Shiny Objects verbunden sind, und gibt wertvolle Einblicke, wie man sich im Geschäftsleben fokussiert und gleichzeitig offen für neue Ideen bleibt. Letztlich geht es darum, die Balance zwischen Innovation und Zielverwirklichung zu finden, um erfolgreich zu sein. Die Diskussion über das Thema der "Shiny Objects" im Kontext des Unternehmertums eröffnet eine tiefgreifende Analyse der Ablenkungen, die Führungskräfte sowohl im Alltag als auch in der strategischen Planung erleben. In einem eindringlichen Dialog zwischen Dan Bauer und Katrin Stick wird aufgezeigt, wie verführerisch scheinende Projekte, die auf den ersten Blick vielversprechend erscheinen, häufig von den eigentlichen Zielen ablenken können. Die Metapher des Hundes, der auf das Wort "Ball" reagiert, verdeutlicht anschaulich, wie leicht Unternehmer von neuen Ideen und Initiativen abgelenkt werden. Die beiden Gesprächspartner reflektieren über eigene Erfahrungen, in denen "Shiny Objects" nicht nur Ablenkungen, sondern auch wertvolle Chancen darstellten. Sie betonen die Notwendigkeit, solche Projekte kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie mit der übergeordneten Unternehmensmission in Einklang stehen. Dies führt zu der Erkenntnis, dass nicht jedes verlockende Projekt tatsächlich gewinnbringend ist und dass ein klarer Fokus unerlässlich ist, um im unternehmerischen Umfeld erfolgreich zu sein.
Takeaways:
- In der heutigen Episode haben wir das Konzept der "Shiny Objects" im Unternehmerleben eingehend analysiert und diskutiert.
- Wir haben festgestellt, wie wichtig es ist, einen klaren Fokus zu bewahren, um Ablenkungen durch glänzende neue Ideen zu vermeiden.
- Die Fähigkeit, Entscheidungen über neue Projekte zu treffen, erfordert sorgfältige Überlegungen zu den vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten.
- Ein entscheidender Punkt ist, dass erfolgreiche Unternehmer oft lernen müssen, Dinge abzulehnen, die nicht mit ihren Zielen übereinstimmen.
- Die Diskussion über digitale Souveränität und deren Bedeutung für Unternehmen war besonders aufschlussreich und relevant für heutige Herausforderungen.
- Wir haben auch die Notwendigkeit hervorgehoben, dass Unternehmer in der Lage sein müssen, ihre Prioritäten klar zu definieren und gegebenenfalls zu kommunizieren.
Transcript
Heute geht es um Tacheles reden.
Speaker A:Ich werde mal den Dan fragen, ob Shiny Objects bei ihm im Unternehmerleben eine Rolle spielen und wenn ja, welche?
Speaker B:Magisch, unkonventionell mit Dan Bauer und Katrin Stick.
Speaker A:Hallo Dan.
Speaker B:Hallo.
Speaker A:Wir lieben das Thema Shiny Option überhaupt nicht so Dinge.
Speaker A:Du hast mir das, den Begriff kenne ich von dir und du hast es mir mal so erklärt.
Speaker A:Es gab da mal oder es gibt einen Film und da ein Hund.
Speaker A:Und immer wenn dieser Hund das Wort Ball hörte, war er sofort bei der Sache.
Speaker A:Ein Shiny Object.
Speaker A:Kennst du in deinem Unternehmerleben Shiny Objects oder die nächste Stufe Shiny Projects, die sich dann hinterher nicht als Ablenkung rausgestellt.
Speaker B:Haben, sondern ja, die gut waren?
Speaker B:Ich würd jetzt so gern sagen, Nee, überhaupt nicht.
Speaker B:Vor allem die Frage ist also kenne ich Shiny Objects, die sich dann als richtig rausgestellt haben?
Speaker B:Das ist eine ganz gemeine Frage, weil die ist super schlau.
Speaker B:Ja, und ich hab überlegt und ja, leider.
Speaker B:Also ja, leider, aber geil.
Speaker B:Pass auf, Shiny Object ist klar, wenn ich an irgendwas Ball denke, was mich ablenkt, dann bin ich von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt, die ich eigentlich gerade machen will oder soll.
Speaker B:Und wenn ich das aber ernst meine und das durchziehe, dann bin ich auf dem Level, dass ich ein Shiny Project draus mache.
Speaker B:Und genau das ist vor kurzem passiert.
Speaker B:Aber ja, was kann ich dafür, wenn das so glänzt?
Speaker B:Das ist ja so, es ist ja so schön shiny, ne?
Speaker B:Pass auf, Kumpel kam zu mir und hat mir gesagt, es gibt ein riesengroßes Problem und ich habe mich diesem Problem angenommen, weil ich liebe nun mal große Probleme.
Speaker B:Und das Schlimmste daran ist, wenn so ein Shiny Object ein großes Problem ist, das in meine Mission reinpasst.
Speaker B:Das ist eine ganz, ganz blöde Kombination.
Speaker B:Also kam der und hat gesagt, ja, hier und da.
Speaker B:Dann haben wir ein bisschen philosophiert, haben noch mit Leuten gesprochen und stellte sich raus, das ist echt ein Thema und zwar die digitale Souveränität zu messen.
Speaker B:Also mittlerweile gibt es wohl Firmen da draußen, die müssen in Ausschreibungsprozessen oder auch in Akquiseprozessen nachweisen, wie digital souverän die sind.
Speaker B:Und ich habe dann gesagt, wie willst du das denn nachweisen?
Speaker B:Ja, ich habe da mal was gebaut, heißt EDSO wird ein Standard werden und ist jetzt die erste europäische Organisation, die digitale Souveränität in Unternehmen messen und zertifizieren kann.
Speaker B:Das passt leider zu geil in meine Mission rein, als gesagt zu haben, ja, das ist shiny object, das ein Projekt werden kann, ist mir gerade zu groß.
Speaker B:Ich habe es dann doch umgesetzt.
Speaker B:Deswegen, ich würde die Frage mit ja beantworten.
Speaker B:Ja, habe ich leider gerade gemacht, ist aber leider sehr geil geworden.
Speaker A:Ja, ich meine, es geht ja darum, dass man auch im Unternehmerleben und wir interessieren uns für Führung, ob es jetzt ein CEO ist, eine Chief of Staff oder Executive Business Partner, ganz viele andere Positionen sind natürlich da davon auch gefährdet, wenn die so ähnlich gestrickt sind wie du und ich.
Speaker A:Jetzt gehen wir mal wirklich davon aus, dass ein shiny object oder ein shiny project einfach nicht passt.
Speaker A:Also was ist dein Rat, wenn du mit Unternehmern sprichst?
Speaker A:Was müssen sie dann tun?
Speaker A:Wie halten sie sich davon fern?
Speaker A:Können die das überhaupt ganz alleine?
Speaker B:Also eine extrem wichtige Frage, die musste ich mir auch stellen und das war auch der Deal.
Speaker B:Der Deal war halt mir Administration vom Hals, weil das kennst du auch aus unserer Zusammenarbeit.
Speaker B:Ich kann brutal viel Sachen, sehr toll, aber lass mich mit Administration in Ruhe, das kann ich sehr schlecht.
Speaker B:Und das war der Deal.
Speaker B:Das heißt, ich habe für die, also die Ressourcen, die ich zur Verfügung habe, die passten in das, was ich gut kann, aber nicht in das andere rein.
Speaker B:Und genau da ist schon so ein Hauptproblem bei Firmen, dass ich immer wieder feststelle, dass sie dann irgendwelche neuen Strategieprozesse irgendwie aufrollen oder neue Projekte haben, dafür aber überhaupt keine Kapazität und schneiden nicht von einem anderen was weg.
Speaker B:Jetzt, jetzt wird's, Katrin, jetzt wird's interessant, weil du erinnerst dich, ich sitze gerade dran an meinem riesen Strategie Fast Buch und da habe ich einen ganz großen Teil reingemacht.
Speaker B:Du kennst das, wenn man auf Strategie Meetings ist, so ein Offside, ist man drei Tage in einem Hotel, ist kreativ und jetzt passiert ein ganz wichtiger Punkt, der ein Riesenproblem immer ist.
Speaker B:Ist dir mal aufgefallen, dass man aus so einem Offsite immer gut gelaunt rauskommt und alle sind glücklich, weil sie eigentlich bekommen haben, was sie wollen.
Speaker B:Niemand ist beschnitten worden in dem, was er tun soll oder nicht tun soll.
Speaker B:Also niemandem ist zum Beispiel ein Projekt weggenommen worden.
Speaker B:Wäre aber genau richtig, weil wenn ich Ressourcen schaffen muss, weil ich nicht unendlich davon habe, dann muss ich mich auch dafür entscheiden, so ein Projekt sein zu lassen.
Speaker B:Und jetzt ist die Kann ich ein shiny object annehmen?
Speaker B:Ja, wenn du die Ressourcen dafür hast und wenn nicht, schwierig.
Speaker B:Und wenn wir beide uns unterhalten, hättest du mit Sicherheit noch mal eine andere Meinung.
Speaker B:Wenn ich mich Habe ich Ressourcen frei.
Speaker B:Du verstehst, was ich meine.
Speaker A:Ich benutze überhaupt keinen Buchstaben, um diese Frage zu beantworten.
Speaker B:Genau richtig, Richtig, genau.
Speaker A:Die liegt hier wirklich auf.
Speaker B:Der ist extrem wichtig, weil es so einfach ist, sich abzulenken oder ein neues Projekt zu starten.
Speaker B:Das ist ja auch mit Euphorie verbunden und das ist nicht gesund für ein Unternehmen.
Speaker B:Auch für mich nicht.
Speaker B:Also ich darf nicht noch was annehmen.
Speaker B:Das kommt mir bloß nicht mit Ideen an, die ich auch noch gut finde.
Speaker B:Ich bin da anfällig.
Speaker A:Es sind ja nun auch Sachen.
Speaker A:Ich meine, bist du ja dann selbst auch deine größte Gefahr, weil du bist ja auch nicht definitiv.
Speaker A:Aber was hält dich denn davon ab?
Speaker A:Wie muss denn etwas dir vermittelt werden, damit du Das ist so eine tolle Kiste hier und ich sehe Vorteile.
Speaker A:Ich sollte das unbedingt mal Ich habe voll die Energie, ich habe voll Bock drauf.
Speaker A:Katrin, bitte.
Speaker A:Wie könnte ich es schaffen oder wie kann jemand es schaffen, dich davon abzubringen, wenn ein Pferd im Rennen ist?
Speaker A:Wow, der Startschuss ist gefallen.
Speaker A:Ich finde das extrem herausfordernd.
Speaker A:Und ich gebe dir noch mal eine ganz konkrete Situation.
Speaker A:Ich habe eine Teilnehmerin, die erzählt mir immer Katrin und sie versteht sich gut mit ihrem Chef, aber der hat so einen Charakterzug, der ist wie so ein Sack Flöhe zu hüten.
Speaker A:Also fast gar nicht, weil er gerade in Zeiten von KI ganz viele Tools ausprobiert.
Speaker B:Oh Gott, nicht empfänglich.
Speaker B:Gott sei Dank.
Speaker B:Also ich hab nur 400 KI Tools, die ich alle durchprobiert hab und kenne.
Speaker B:Bin ich.
Speaker B:Also mag ich Tools, mag ich gar nicht.
Speaker A:Ja, siehst du, dem kann man nicht mit vernünftigen Argumenten kommen.
Speaker A:Was ist denn dein Rat?
Speaker A:Also ich meine, Trubadix hat man gefesselt und in den Baum gehängt.
Speaker A:Könnte eine Lösung sein.
Speaker B:Das ist überhaupt die Idee.
Speaker B:Das ist überhaupt eine super gute Idee.
Speaker B:Nein, was?
Speaker B:Also Trubadix, also die ernsthafte Schau, was ich mir selber wirklich die Frage stellen muss, ist nicht Kriegst du es angeschoben, weil so ein Projekt anzuschieben ist super einfach.
Speaker B:Kriegst du es vollendet?
Speaker B:Das ist die Frage.
Speaker B:Und da müsste ich nein sagen, also ich müsste jetzt bei einem nächsten shiny object, das mir kommt und so geil es dann doch klingt, sagen, ich kann es nicht erfüllen.
Speaker B:Das wär also dumm.
Speaker B:Es wäre, also das ist, glaube ich, die Kernfrage, wenn man sich die Frage stellt, wie man es machen sollte.
Speaker A:Ja, es braucht einen Moment of truth.
Speaker A:Und ich meine, als Unternehmerin oder Unternehmer, ich kenne die Erfahrung, wie es ist, nicht ein shiny project nicht weiterzuführen.
Speaker A:Und ich habe es neulich tatsächlich zum ersten Mal geschafft.
Speaker A:Es war erst ein shiny object und es wurde ruckzuck ein shiny project in meinem Hirn, es einfach komplett nur bei mir zu lassen, nicht ins Unternehmen reinzugeben.
Speaker A:Und es hätte meine Kapazitäten gnadenlos gesprengt.
Speaker B:Ja, an der Stelle auch noch eine ganz wesentliche Frage, weil ich ging jetzt bis jetzt davon immer aus, dass es zu mir passt und zu meinem Vorhaben.
Speaker B:Nummer eins, die wenigsten Firmen haben überhaupt ein Vorhaben und Nummer zwei, weil sie es nicht haben, können sie nicht darauf abprüfen, ob das nächste shiny object überhaupt zu ihrem Vorhaben passen würde.
Speaker B:Also das ist ja schon mal die erste große Hürde, wo du sofort aussortieren kannst, wenn es nicht zu deinem Ziel, das du erreichen möchtest, passt, dann hat sich schon direkt erledigt.
Speaker A:Was ich festgestellt habe, ist, ich hatte zum Glück und habe es immer noch viel mehr Lust, mein Ziel zu erreichen und dafür brauche ich Fokus.
Speaker B:Genau, richtig.
Speaker A:Ich bin ja immerhin, früher war ich mit Streufokus unterwegs im Sinne von, ich kann mehrere Dinge Chamäleon mäßig im Blick haben, davon bin ich weg.
Speaker A:Ich fokussiere mich jetzt auf eins oder auf eine Richtung, sag ich mal.
Speaker A:Klingt alles jetzt vielleicht sehr perfekt, aber das ist echt Arbeit, dahin zu kommen.
Speaker A:Das sind viele Gespräche mit mir selbst, das sind Gespräche bei uns im Team und trotzdem komme ich dann vielleicht noch zwei bis acht Mal zurück und können wir es nicht trotzdem machen.
Speaker A:Ich habe noch eine Stunde gefunden, die 25.
Speaker B:Ja, genau, richtig.
Speaker B:Genau die 25.
Speaker B:Stunde.
Speaker B:Es ist ja auch die Frage nicht nur nach der Kapazität, sondern auch, ob es überhaupt sinnvoll ist, sich damit zu beschäftigen.
Speaker B:Also was genau, wenn du dieses shiny object jetzt machst, bringt dir das, ob es zu deinem Ziel passt oder nicht?
Speaker B:Aber was genau bringt es dir?
Speaker B:Weil die Frage ist, hast du Bock, das anzuschieben oder hast du Bock, was Neues zu machen?
Speaker B:Hast du Bock auf die EUPHORIE Hast du Bock, also da mal tief in sich zu gehen und zu schauen, was ist denn das, was dich daran so kickt?
Speaker B:Also was ist das Shiny an dem Objekt?
Speaker B:Das ist schon eine echt interessante Frage und die musst du klären, ob du die selber klärst oder mit jemandem zusammen als Reflexionspartner.
Speaker B:Du musst diese Frage geklärt haben, bevor du überhaupt anfängst.
Speaker B:Wir beide haben das gemacht, wir haben ein Sparring auch gemacht und dann sind wir beide zu dem Entschluss gekommen.
Speaker B:Schon sexy, aber nein, weil es bringt uns weder dahin, wo wir eigentlich hinwollen, noch würde es überhaupt irgendwie was bringen.
Speaker B:Aber schon geil.
Speaker B:Aber so, und das sind ganz wichtige Fragen, die man sich überhaupt stellen muss.
Speaker B:Auch an der Stelle übrigens, sorry, ganz kurz, ich hatte vorhin ein supergeiles Telefonat mit jemandem und der hat mich gefragt in Strategie, wie man denn jemanden erkennt, der darin gut ist, also ein Geschäftsführer, weil er hat da so Zweifel bei sich im Unternehmen und würde gerne wissen, was meine Einschätzung ist.
Speaker B:Wann kann Geschäftsführer oder wann ist ein Geschäftsführer gut in Strategie?
Speaker B:Meine Antwort darauf war, die meisten Geschäftsführer, die ich kenne, sind schlecht in Strategie, glauben aber sie sind darin die geilsten.
Speaker B:Die, die wissen, dass sie darin nicht besonders gut sind, aber verstanden haben, dass sie ihre Hauptaufgabe sind.
Speaker B:Das sind die besten.
Speaker B:Und jetzt kommt genau der Punkt, auch mit dem Reflexionspartner.
Speaker B:Jetzt hast du verstanden, du brauchst an der Stelle noch mal eine Reflektion, Ist das cool?
Speaker B:Sollten wir das machen oder nicht?
Speaker B:Das heißt, du gehst gar nicht erst als Geschäftsführerin davon aus, du kannst das alles und du musst das alles selber wissen und selber entscheiden, weil es überhaupt auch nicht der Job ist, sondern dein Job ist bestmöglich voranzukommen, aber nicht alles zu wissen oder nicht alles.
Speaker B:Also du hast deinen Job so, du gehörst genau zu diesen Leuten, die das total verstanden haben.
Speaker B:Du musst das nicht alles selbst können und nicht alles selbst tun, sondern du musst einfach nur wissen, wo kriegst du jetzt deine Informationen her, um eine Entscheidung zu treffen.
Speaker B:Und das hast du genau richtig gemacht.
Speaker B:Perfekt.
Speaker A:Also es fühlt sich sogar gut an ein Stück weit, weil ich merke, aha, das war ein Reifeprozess, das mal mit zwei Projekten vorher getestet zu haben.
Speaker A:Eins habe ich durchgezogen, eins habe ich abgebrochen und eins habe ich gar nicht erst gestartet.
Speaker A:Das ist für mich als Unternehmerin eine sehr, sehr spannende Erfahrung und sag mir Ball und ich wo genau nichts gelernt und trotzdem losgerannt.
Speaker A:Ne, aber weil es ist für mich ja auch sehr attraktiv, denn das fühlt sich großartig an.
Speaker A:Es ge um die Evolutionsstufe gegebenenfalls des Unternehmens ist das zu unterscheiden, was ist jetzt das, woran wir arbeiten?
Speaker B:Diese Evolution ist ein spannender Punkt, weil du kannst ja ein shiny object auch machen, um was damit zu lernen.
Speaker B:Jetzt wenn du so einen Kandidaten wie mich nimmst, der kein shiny object liegen lassen konnte, sage ich dir, ich habe so viel gelernt dadurch, das kann ich nie anwenden.
Speaker B:Also weder kann jemand verstehen, wie meine Tiefe ist, noch kann ich das überhaupt anwenden.
Speaker B:Was mache ich denn damit?
Speaker B:Ist ja schön, dass mein Kopf voll ist mit geilem Zeug, aber was was mache ich damit, wenn ich es nicht brauche?
Speaker B:So das ist einfach also ernst eine interessante Frage.
Speaker B:Was was machst du mit Wissen, das du nicht anwenden kannst?
Speaker A:Das ist tragisch nicht?
Speaker A:Also das wird dann ja irgendwann so ein.
Speaker B:Aber so ist es.
Speaker A:Dessen sich bewusst zu sein oder zu werden.
Speaker A:Will ich diese Erfahrung?
Speaker A:Brauche ich die Erfahrung?
Speaker A:Genau was Ich bin jetzt gerade so am Schauen als Unternehmer, wenn es ein größeres Unternehmen ist, das ist dann ja auch eine Fähigkeit.
Speaker A:Ich glaube, das habe ich auch von dir gehört.
Speaker A:Strategie ist, wenn man zu ganz vielen Dingen Nein sagt.
Speaker A:Erfolgreiche Menschen sagen viel, viel häufiger nein.
Speaker A:Also eine Aufgab einer Führungskraft ist auch das immer zu wiederholen.
Speaker A:Es ist viel Erinnerung.
Speaker A:Was ist unsere Vision?
Speaker A:Was ist das Ziel runtergebrochen für deine Abteilung?
Speaker A:Bedeutet was denn?
Speaker A:Sag du es mir.
Speaker A:Was sind jetzt die nächsten Schritte?
Speaker A:Also es ist ja Klinken putzen, es ist Wiederholen.
Speaker A:Aber ich finde auch das hat durchaus etwas Attraktives und wie du vorhin gesagt hast, eine Tiefe.
Speaker B:Ja, ja, die Tiefe ist es auch, weil dein Job ist so erfüllend, wenn du weißt, also wie jetzt bei Korex, du weißt jetzt genau, was du vorhast, du weißt, welches Ziel du erreichen möchtest und damit ist nicht Umsatzziel oder irgendwas Banales gemeint, sondern du hast ja ein Ziel, das du in der Welt schaffen möchtest mit Corex und du weißt, was du tun musst, um zu diesem Ziel hinzuarbeiten.
Speaker B:Dadurch weißt du schon, was nicht dazugehört.
Speaker B:Das ist schon mal, also das ist schon mal weiter als die meisten Unternehmen überhaupt sind, egal in welcher Größe.
Speaker B:Also auch ob du kleine nimmst oder ob du große nimmst, das ist schon weiter als die meisten.
Speaker B:Und die Tiefe, die du erreichst, ist ja, man denkt ja, dass so der Job so auch ein bisschen langweilig wird, weil so Routinen sich einschleifen.
Speaker B:Man muss eigentlich immer das Gleiche machen und das könnte irgendwann langweilig werden, was tatsächlich eigentlich nicht der Fall ist, weil Geschäftsführung oder Unternehmertum so unfassbar komplex sind, dass das alleine zu tun ist, völlig ausreicht.
Speaker B:Man braucht nicht noch ein Projekt nebenbei.
Speaker B:Das reicht völlig aus.
Speaker B:Und es ist natürlich auch so, das hast du auch festgestellt, dass man natürlich auch das schärft, wie man von anderen wahrgenommen wird, wenn man immer das Gleiche macht.
Speaker B:So ich zum Beispiel habe genau das.
Speaker B:Also spannende Folge auch für mich persönlich gerade, weil die wenigsten Personen können überhaupt nur verstehen, was macht denn den denn eigentlich so?
Speaker B:Das ist, Wenn du mein LinkedIn Profil anschaust, das verwirrt dich oder erschlägt dich jetzt meine Soll ich dann alles hinterm Berg halten, was ich mache und da irgendwie nur vier Prozent draufschreiben?
Speaker B:Oder also was mache ich denn damit?
Speaker B:Das ist genau die gleiche Frage, die du Unternehmen auch hast.
Speaker B:Was machst du damit, wenn du noch ein Projekt hast, Du kaufst noch eine Firma, du hast noch was machst du da?
Speaker B:Was ist die Idee dahinter?
Speaker B:Und die Frage zu klären ist wichtig.
Speaker A:Ja, also ich finde unsere Folge gerade ebenso spannend und sie berührt einfach auch den Kern des Unternehmertums und was du vorher gerade gesagt hast als Unternehmerin.
Speaker A:Ich bin auch Content Creator täglich, also nicht nur in den Büchern, sondern überall, wo ich eine Keynote halte, wo ich auf LinkedIn unterwegs bin etc.
Speaker A:Etc.
Speaker A:Und das macht es durchaus abwechslungsreich.
Speaker A:Denn durch das ganze Beobachten, was da auf dem Markt los ist, wohin sich die Reise bewegt, hast du das Gefühl, dass ist shiny objects in der heutigen Zeit, wo einfach extrem, wie soll ich sagen, Aufmerksamkeit von jemandem zu bekommen ist.
Speaker B:Ja ultraschwer, ultra, ultraschwer.
Speaker A:Also mal bitte, kannst du dich bitte mal zwei Sekunden auf mich konzentrieren?
Speaker A:Also jetzt nicht du, sondern generell, wie viel Aufmerksamkeit hat jemand beim Scrollen nicht?
Speaker A:Und also beim Scrollen in den sozialen Medien früher, also vor ein paar Jahren waren es vier Sekunden.
Speaker A:Ich könnte mir vorstellen, jetzt Liegt das.
Speaker B:Irgendwo bei 1 Millisekunden geworden?
Speaker A:Ja, ja, genau.
Speaker A:Oder Und also ist das ein Phänomen der Zeit, dieses, dann ist ja das als Unternehmer noch wichtiger zu zeigen, hey, ich bleib dran, ich bleibe fokussiert, ich lenke mich nicht ab.
Speaker B:Absolut.
Speaker B:Also wirklich auch an der Stelle, niemand sollte sich ein Beispiel an mir nehmen, weil ich genau das nicht mache.
Speaker B:Das ist aber heute extrem wichtig, weil wie genau, wie du sagst, es war noch nie einfacher Sichtbarkeit aufzubauen auf Social Media und Co.
Speaker B:Aber es interessiert sich ja kein Schwein für dich.
Speaker B:Und Relevanz aufzubauen ist eine ganz andere Nummer.
Speaker B:Relevanz kannst du aber nur aufbauen, wenn die Person etwas ganz Kleines hat, woran sie sich greifen kann.
Speaker B:Weil komplex will keiner in der Geschwindigkeit.
Speaker B:Das geht auch nicht.
Speaker B:Also wenn ich in Millisekunden entscheiden muss, ob mich der Content anspricht, kann ich nicht erst stundenlang über den gelesen haben.
Speaker B:Das funktioniert nicht.
Speaker B:Das ist genau der Grund, warum man das eigentlich nicht machen sollte.
Speaker B:Und dieser Fokus, so unfassbar wichtig ist, diesen Fokus einzuhalten und auch in der Kommunikation das einzuhalten und warum shiny objects eigentlich total hinderlich sind, was diesen Gedanken betrifft.
Speaker B:Außer du schaffst es, dass du dann wirklich da wieder in Silo gehst quasi und wirklich Silo mäßig alles einzeln kommunizierst, einzelne Kommunikationsstränge aufmachst und nur dabei bleibst.
Speaker B:Dann erreichst du pro dieses Silos quasi schon eine Zielgruppe, die du auch da nicht exakt erreichst.
Speaker B:So versuche ich das gerade.
Speaker B:Ich muss ja irgendwie auch aus meinem Universum so ein bisschen was machen und nützlich machen und ich versuche ja auch immer verschiedene Sachen auszuprobieren, auch Social Media.
Speaker B:Und bei mir stellt sich auch die Frage, was mache ich denn auf LinkedIn?
Speaker B:Was tue ich da?
Speaker B:Und was mache ich auf TikTok?
Speaker B:Wie bin ich da was, was stelle ich dann da und so weiter.
Speaker B:Und da kannst du genau das richtig gut feststellen.
Speaker B:Wenn ich nicht eine einzige Sache, die man sofort checken kann, liefere ich.
Speaker B:Also ich bin so uninteressant, wie es nur gehen kann.
Speaker B:Und das ist bei Unternehmen nicht anders.
Speaker B:Wenn das so komplex ist, will ich nicht.
Speaker B:Ich will am besten will ich ein Wort haben.
Speaker B:Harley Davidson Ball, Ball, Harley Davidson Ball.
Speaker B:Geil.
Speaker B:Ach schön.
Speaker B:Nein, aber du weißt, was ich meine.
Speaker B:Ich will ein Wort zu einem Unternehmen oder zu einer Person haben, ein einziges Wort oder ein Long tail Keyword aus drei Wörtern, aber ich will nicht mehr haben.
Speaker B:Ich will nicht eine Geschichte haben.
Speaker B:Da sind wir durch.
Speaker B:Das will ich danach haben.
Speaker B:Wenn mich die Person oder die Firma fasziniert, dann will ich mehr wissen und dann will ich es auch ausführlich haben.
Speaker A:Aber am Anfang darf es ein Thema sein.
Speaker A:Also mega spannend.
Speaker A:Und das erinnert mich so ein bisschen an Akupunktur.
Speaker A:Eine Nadel an eine Stelle tief rein, also so tief wie es rein muss und dann kommt etwas in Bewegung.
Speaker A:Das hört sich nach uns an.
Speaker B:Definitiv.
Speaker A:Bewegung soll rein.
Speaker A:Definitiv.
Speaker B:Ja.
Speaker A:Hey, vielen Dank, Dan.
Speaker B:Ja, vielen Dank.
Speaker B:War für mich auch sehr spannend.
Speaker B:Ich höre mir die selber an.
Speaker B:Ich finde interessant, was ich geredet hab, weil war eine sehr ehrliche Folge auch.
Speaker B:Ja, schön.
Speaker B:Vielen Dank.
Speaker A:Gerne.
Speaker B:Tschüss.